EIN EINZIGARTIGES ERBE

Unseres ist ein einzigartiges Erbe. Wir erhalten ein industrielles Erbe, das in der Maschinerie einer Mehlfabrik von Ende des 14. Jahrhunderts besteht, und auch ein natürliches Erbe, der „Rec del Molí”, ein Wasserkanal mit Ursprung im Mittelalter.

Das Gebäude wurde, zusammen mit dem Kanal, 1995 vom Rat der gräflichen Kleinstadt Castelló d’Empúries erworben, um es in ein Ökomuseum umzuwandeln.

Seit 1997 ist es eines der Museen des Systems des Museums für Wissenschaft und Technik Kataloniens, eine Gruppierung von Museen, die im ganzen Territorium die Industrialisierung in Katalonien als eines der wichtigsten historischen Ereignisse unseres Landes erklärt. 

Die Farinera

In der Farinera wird das industrielle Erbe des Mehls der Kleinstadt, Zeuge einer Tätigkeit, die sich in der Gemeinde seit der mittelalterlichen Epoche entwickelt, bewahrt und verbreitet.

Der Besuch im Ecomuseu-Farinera von Castelló d’Empúries bedeutet eine Tour durch die Farinera, ein Beispiel einer Mehlfabrik mit dem österreichisch-ungarischen System, das im Jahre 1837 in Budapest auftauchte und sich rasch in Europa ausbreitete, weil es große Vorteile im Vergleich zur traditionellen Mühle darstellte.

Die ehemalige Mehlmühle von Castelló d’Empúries wurde Ende des 14. Jahrhunderts in eine Mehlfabrik umgewandelt, eine Mehlfabrik, die ihre Türen als Museum im Jahre 1998 öffnete.

Der 'Rec del Molí'

Von der Schleuse in Vilanova de la Muga bis zur Farinera legt der „Rec del Molí” ungefähr 5 km zurück. Der Kanal läuft entlang der besagten Strecke an Gemüsegärten, Feldern, an Gehegen in einer wechselnden und überraschenden Landschaft, die sich in eine außergewöhnliche verwandelt sobald der Kanal entlang Castelló d’Empúries verläuft und den ehemaligen Graben der mittelalterlichen Mauer nutzt, um das Wasser bis zum Becken der Mühle zu führen.
 

Die Verwendung des 'Rec'

Entlang seiner Strecke erfüllt der Kanal seine traditionellen und neuen Pflichten, die die Bedürfnisse des Menschen ihm auferlegt haben.
 
Das Wasser des „Rec del Molí” wird in großen Streckenabschnitten genutzt, um die Felder und Gemüsegärten zu bewässern, die entlang des Kanals liegen. Dies wird dank einiger kleiner Konstruktionen erreicht, die mit Schleusentoren ausgestattet und im Allgemeinen als boixes bekannt sind.

Bei Ankunft an der Farinea ermöglicht die vorhandene Sprungkraft des Wassers, dass die Francis-Turbine, installiert im Jahre 1905 durch die Firma Planas i Flaquer aus Girona, genügend mechanische Energie generiert, damit die ganze Fabrik funktioniert.

Außerdem erzeugt diese Turbine die Energie der ersten Straßenbeleuchtung unserer Kleinstadt, eine Verwendung, die das Ecomuseu-Farinera wieder zu erlangen wünscht.

Beim Heraustreten aus der Farinera wird das Wasser in eine Wasseraufbereitungsanlage gepumpt und geführt, wo es in Trinkwasser umgewandelt wird.

Der öffentliche Waschplatz, eine Erbattraktion der Kleinstadt, wird auch mit dem Wasser des „Rec del Molí” gefüllt.

In vergangenen Zeiten versorgte das Wasser des „Rec del Molí” auch eine Tränke und den städtischen Schlachthof, der gerade nicht in Gebrauch ist.

Zuletzt wird das Wasser des Kanals in die Teiche von Vilahut geführt, die Teil sind des Reserva Integral I del Parque Natural de los Aiguamolls de l’Empordà (integralen Naturreservats des Moornaturparks von Empordà).

Wegstrecken am 'Rec'

Wegen der landschaftlichen Werte und Bildungswerte des “Rec del Molí” ist es vorgesehen, eine Wegstrecke zu entwickeln, die es ermöglicht, aus erster Hand zu erfahren, wie der Mensch die von der Natur zur Verfügung gestellten Ressourcen genutzt hat, ohne ihnen zu schaden, und die aus seiner Nutzung resultierende Landschaft.

Heutzutage existiert die Möglichkeit, von der Farinera bis zur puente de la Mercè am Rec entlang zu gehen, wo der Kanal sich in ein außergewöhnliches landschaftliches Element verwandelt, weil es den Graben der mittelalterlichen Mauer als Kanal nutzt.